* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt




* mehr
     Totgeglaubte leben länger - Zwischenkapitel
     Traum - Kapitel 9
     Das ultimative Lied
     Life Full Of Pain
     Apology
     Silence
     Auszug aus Finnish Men
     Lady In Black (vorläufiger Titel)
     Neulich in der Hölle
     Phoenix Rising
     Untitled
     Don't Cry oder ein bitteres Ende
     Stocksteif
     aus dem tagebuch...
     Meine Klasse in Bilder (neu und Alt)
     Meine Klasse
     Alles nur ein Traum?
     Ich-in Bildern
     Chat
     Wenn der Himmel brennt... Teil1

* Links
     E.K.G.! Forum
     E.K.g.! - Band
     Kelly Chat






„Die steht dir verdammt noch mal nicht! Die ist abartig hässlich!“ schrie Daniel seinen Lieblingsgitarristen an. Er hatte ein Gespür für Schönheit, und die da passte eindeutig NICHT zu ihm!
„Daaaniel...“ stöhnte Dom. Er brüllte nun schon seit einer halben Stunde hier rum, und so langsam nervte Dan den Geschäftsführer auch schon.

„Also entschuldige bitte. Die ist hässlich! ICH muss immerhin mit dir und dem ...Ding auf der Bühne stehen! Und, die gucken schließlich auf die gesamte Band! Dieses grün ist...schrecklich, mag die noch so gut klingen und sich spielen lassen, mir geht es auch um Esthetik!“

Dominick musterte Daniel von oben bis unten, von wegen Erstethik. Wie stand Danny denn hier? Eine Socke nach unten gekrempelt, die andere über der Leohose. Einen viel zu großen, schwarz-gelben Kringelpulli, der dazu noch einige Löcher aufwies, einen breiten Nietengürtel um seine Hüften und eine Frisur, die aussah als wäre mit ihm der Fön explodiert. Eine Sonnenbrille – Puk die Stubenfliege lässt grüßen. Und – wie sollte es auch anders sein, schließlich war er ja jetzt Rockstar – Tonnen von Make Up.
Das war nun auch nicht gerade Dominicks Fall, obwohl Danie sich seit der letzten Wochen ganz schön raus gemacht hatte.

Noch einmal glitt Dommys Blick über ihn, und blieb unverzüglich dort hängen, wo er schon seit dem letzten Auftritt auf der Bühne hin gestarrt hatte. Auf seinen, in die Leoleggins gepressten, Hintern. Eigentlich wollte der Gitarrist definitiv NICHT dahin sehen, doch wie Danny jetzt so mit seinen Armen fuchtelte und einen Aufstand von wegen „das-muss-zu-uns-passen“ machte, fand er, dass er doch ziemlich sexy aussah.

„Beruhig dich doch mal, wenn, dann nehm ich sie mit ins Studio. Dann wird sie keiner deiner, meist weiblichen, Fans sehen!“ zwinkerte Dom ihm zu und spielte die grüne Hässlichkeit an.

Daniel runzelte beleidigt die Stirn und suchte sich einen Bass aus. Die Beine übereinander geschlagen zupfte er zu Daniels Geklimper. Und erst jetzt bemerkte er, dass Daniel noch seine I-Ah Pantoffeln trug.
Dominick fing an los zu lachen, er konnte sich kaum ein kriegen, bis der Ladenbesitzer fragte, was denn los sei. Dom zeigte prustend auf Dannys Schuhe.

„Maaan, das kann doch mal passieren!“ grummelt der Bassist verlegen und versuchte seine hübschen Eselspotten zu verstecken.
Da versuchte der Bassmann so Hardrock wie möglich zu sein, und dann trug er I-Ah Schuhe! Gerade jetzt würde Dom ihn einfach nur knuddeln und lieb haben wollen. Den tollpatschigen, sensiblen Bassisten.

„Dir passiert sowas aber leider ständig, mein Bester!“ grinste Dominick.
„Hier geht’s aber grad nicht um mich, sondern um dich und dieses grüne Etwas!“ protestierte Daniel.
„Pink.“ sagte der Geschäftsführer.
„Was?“ keifte Dan.
„Das ist pink. Nicht grün.“ bestätigte auch Dominick. Jetzt musste sich der Bassist dieses Etwas auch noch von der Nähe anschauen. Tatsächlich dieses Ding war eindeutig pink.
„Er ist farbenblind. Das passiert ihm des Öfteren.“
Na toll, bloß stellen musste er ihn auch noch. Was konnte er dafür, dass sich pink und grün so sehr ähneln.
„Ich nehm die. Spielt sich ganz gut, und fürs Studio brauch ich eh so eine in der Art.“
Daniel starrte seinen Gitarristen verständnislos an. Pah, die war einfach nur grottenhässlich! Mit der würde er sich nie im Leben auf die Bühne trauen, wenn es seine wäre. Er hatte zwar nicht viel Ahnung von Gitarren, Bässe waren seine Spezialität, aber diese glitzer-quietsch-pinke Telecaster mit Blumenornamenten ging nun mal überhaupt nicht! Ach, er konnte sich noch Stunden über Dominicks Geschmack aufregen. Er war gespannt was die anderen sagen würden, wenn sie wieder im Hotel wären.



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung